Cloud-Hosting - Anleitung für Einsteiger

Computer cloud
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Cloud-Hosting wird meist von einer professionellen Firma betrieben. Eine private Cloud jedoch benötigt eine persönliche Verwaltung. Die nachfolgende Anleitung enthält die notwendigen Schritte bezüglich Cloud-Hosting für Einsteiger. Der Schwerpunkt liegt auf der Einrichtung des eigenen kleinen Servers, wodurch auch Beginner auf diesem Gebiet schnell eine gute Übersicht über die Handhabung von Cloud-Servern erhalten.

Was ist eine Cloud?

Der Begriff „Cloud“ ist die Abkürzung für Cloud Computing. Die Cloud besitzt verschiedene Aufgaben, wodurch sich unterschiedliche Dienstleistungen ergeben. Die abstrakte Struktur verfügt über mehrere Server, welche dem Nutzer nicht bekannt sind. Werden Dateien in der Cloud gespeichert, tritt ein Service in Kraft, welcher zwischen dem Cloudserver und dem Server des eigenen Internetanbieters kommuniziert. Folglich werden die eigenen Dateien in der Cloud abgelegt und sind dort online verfügbar.

Voraussetzungen für Cloud-Hosting

Um Cloud-Hosting mit einem eigenen Cloudserver zu betreiben, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Der eigene Internetanschluss muss rund um die Uhr aktiviert sein. Zugleich wird ein Router mit LAN-Anschluss benötigt. Zugleich benötigt der Verwalter der Cloud grundlegende PC-Kenntnisse. Um die Cloud einzurichten, muss zugleich ein Server-System installiert werden. Dementsprechende Produkte sind gegen Bezahlung online erhältlich. Jedes Server-System verfügt über eigene Vor- und Nachteile. Dennoch dauert die Konfiguration und Einrichtung des Systems in der Regel nur wenige Minuten und muss nur einmalig durchgeführt werden. Die Konfiguration benötigt einen microSD-Karten-Leser, welcher standardmäßig mittels Adapter zugänglich ist, eine Tastatur sowie ein HDMI-Kabel mitsamt einem HDMI-Monitor.

Raspberry Pi als Server-System

Die Platine eines Raspberry PI
Das Server-System Raspberry Pi ist ein kleiner, minimalistischer Computer, welcher äußerst günstig ist und ausreichend Power für Cloud-Hosting bietet. Raspberry Pi verfügt über 8 GB Speicher für das Betriebssystem. Weiterer Speicherplatz, welcher für die Cloud benötigt wird, muss ergänzt werden. Ab einer Größe von 55 GB Cloud-Speicher sollte als Speicherplatz keine microSD-Karte, sondern eine externe Festplatte benutzt werden. Der veränderte Speicherort muss lediglich bei der Installation der Cloud-Software festgelegt werden. MicroSD-Karten mit einer hohen Schreib- und Lesegeschwindigkeit sorgen für eine schnelle Cloud-Datenverarbeitung.

Das Betriebssystem kopieren

Raspbian Betriebssystem für Raspberry PI
Um Raspberry Pi als bevorzugtes System zu verwenden, wird die notwendige Software benötigt. Diese listet die Website https://www.raspberrypi.org/downloads/ auf. Unter Raspbian muss Raspbian Jessie Lite gedownloaded werden. Die SD-Karte muss mit dem Computer verbunden werden. Nun wird unter Windows „Computer“ aufgerufen und mit der rechten Maustaste auf „Wechseldatenträger“ geklickt. Unter Eigenschaften sollte nun „Dateisystem: FAT32“ angezeigt werden. Anderenfalls muss die SD-Karte formatiert werden. Anschließend wird der Image Writer for Windows gedownloaded und installiert. Die .exe-Datei wird per Doppelklick gestartet, sodass sich ein Fenster öffnet. Nach einem Klick auf den mit „1.“ markierten Button wird die zuvor gedownloadete Datei ausgewählt und unter „2.“ Die SD-Karte ausgewählt. Anschließend wird „.3.“ bzw. „Write“ betätigt, wodurch das Betriebssystem auf die SD-Karte kopiert wird.

Einrichtung von Raspberry Pi und des Webservers

Um den Cloud-Server benutzen zu können, müssen jetzt Raspberry Pi und im Anschluss der eigene Webserver eingerichtet werden. Danach erfolgt die Port-Freigabe und Dynamisches DNS. War diese erfolgreich, wird die SSL-Verbindung benötigt, welche ebenfalls eingerichtet werden muss. Als letzter Schritt in der Einrichtungsphase wird die MySQL-Datenbank konfiguriert. Eine ausführliche Anleitung für die einzelnen Schritte enthält die Website https://eigene-cloud-einrichten.de/.

Cloud-Software installieren

Nach der Einrichtung der Datenverbindungen fehlt zum Abschluss nur noch die Installation einer ausgewählten Cloud-Software. Da hier ebenfalls verschiedene Programme existieren, kann der Cloud-Hoster sich seine bevorzugte Software selbst aussuchen. Für jede Cloud-Software existiert online ein passendes Tutorial, welches sich mit der Installation beschäftigt. Existiert keine bevorzugte Cloud-Software, bietet sich Nextcloud an. Die schnelle Installation der Cloud-Software ist binnen weniger Minuten beendet, wodurch der Cloud-Server direkt zugänglich wird. Wurden die einzelnen Schritte ordnungsgemäß befolgt, sollte nun ein Cloud-Server mit bevorzugtem Speicherplatz, bevorzugtem Server-System sowie bevorzugter Cloud-Software vorhanden sein.